Begonnen hat die Studienfahrt mit einem gemeinsamen Treffen am Stuttgarter Flughafen, wo wir uns für den Flug bereitgemacht haben. Nachdem wir um 14:10 Uhr den deutschen Boden verließen und uns mit einem Winken aus dem Flieger von Stuttgart verabschiedeten, kamen wir nach einem turbulenzreichen, einstündigen Flug in Wien an.
Daraufhin trat unsere 26-köpfige Gruppe, inklusive unserer Lehrkräfte Frau Gardiner und Herr Zündel, den langen Weg zum Hotel an. Dort angekommen wurden die Zimmer verteilt und eingecheckt, worauf jede Gruppe ihren eigenen Weg einschlug.
Nach der ersten Nacht im Hotel starteten wir in den Dienstag mit einem leckeren Frühstücksbuffet, wo wir auch einen ersten spannenden Fun Fact über Wien erfuhren: „In Wien gibt es über 2000 Cafés." - Frau Gardiner. Unser erster Stopp der Studienfahrt war ein Besuch im Mozarthaus. Dort bekamen wir die Möglichkeit, eigene Mozartkugeln herzustellen. Im Anschluss fand eine informative Führung durch das Haus statt, bei der wir viel über Mozarts Leben und seine Musik lernten. Danach teilte sich unsere große Gruppe auf und jeder konnte seine Freizeit in der Stadt auf eigene Weise gestalten.
Am Abend lauschten wir aus einer Empore mit einem eindrucksvollen Blick auf die auffällige Innengestaltung der Karlskirche den bewegenden Klängen von Vivaldi. Dabei wurde von einem kleinen Streichensemble das bekannte Werk „Die vier Jahreszeiten" vorgetragen. In Erinnerung blieb ein kleiner Zwischenfall, bei dem eine Frau umgekippt ist, wodurch ein kurzweiliger Tumult im Kirchenschiff entstand.
Der Mittwoch begann mit einem weiteren Fakt des Tages: „Wien wurde mehrfach zur lebenswertesten Stadt der Welt gewählt" - und außerdem mit einer großen Frage: „Gehe ich mit in das Parlament?". Diese Entscheidung traf jedes Grüppchen für sich und ein paar wenige Leute nutzten diese Option schließlich gemeinsam mit den Lehrern.
Anschließend fand eines der zentralen Ereignisse der Studienfahrt statt, nämlich das Schuhsohlen-Massaker, auch bekannt als Stadtrallye. Gestaltet wurde diese durch eine von den Lehrern bereitgestellte App, bei der man verschiedene Sehenswürdigkeiten aufsuchen musste. Darunter waren die Stadtbibliothek, verschiedene Museen, besondere Statuen und auch Parks. Gestartet ist die Rallye bei der Wiener Staatsoper und beendet wurde sie in der Innenstadt. In verschiedenen Teams erkundeten wir also die Stadt und haben auch abseits der Rallye tiefer nach den Geheimnissen und Geschehnissen Wiens geforscht. Zum Abschluss des Tages holten wir uns nach dem gefühlt immerwährenden Fußmarsch einen Adrenalinkick auf dem bekannten Wiener Prater - einem kirmesähnlichen Freizeitpark mitten in Wien.
Passend dazu haben wir uns am nächsten Tag bei einer Schifffahrt von den Klängen der Donau berauschen lassen. Mit schmackhaften Heißgetränken und mit mehr oder weniger spannenden Informationen ließen wir die Umgebung der Donau auf uns wirken. Ebenfalls in diesem Kontext wurde uns in Form des nächsten Fakts des Tages mitgeteilt, dass die Wiener Kaffeehauskultur zum UNESCO-Kulturerbe gehöre. Danach wurden verschiedene Läden nach Souvenirs und Mitbringseln für unsere Liebsten ausgekundschaftet.
Am Mittag haben wir uns in einem urigen Café für ein letztes gemütliches Beisammensein zusammengesetzt.
Unser persönliches Highlight war die Jazzbar, die unsere übliche Gruppe an diesem Abend besucht hat. Besonders herausstechend war diese Bar aufgrund der aufgelegten Vinylplatten und cremigen Mocktails.
Mit Anbruch des Freitagmorgens rückte auch der traurige Abschied immer näher. Als erste Amtshandlung des Tages mussten wir unsere sieben Sachen packen, auschecken und unsere Koffer unterbringen. Gleich im Nachgang fanden einige Schüler noch Zeit, um weitere Museen zu besichtigen oder einfach gemütlich in der Stadt zu frühstücken. Um 12:30 Uhr versammelten sich schließlich alle in der Hotellobby, von wo aus die Abreise startete.
Natürlich ist eine Reise keine richtige Reise, ohne dass wenigstens ein bisschen was schiefläuft. So hatte unser Flug einiges an Verspätung - am Ende lief jedoch alles gut und wir erreichten mehr oder weniger gesund und munter den uns bekannten
Stuttgarter Boden.
Zurückblickend war die Studienfahrt aus unserer Sicht ein voller Erfolg. Nicht nur aufgrund der Sehenswürdigkeiten oder der eindrucksvollen Architektur, sondern vor allem aufgrund der neu geschlossenen Freundschaften und dem Lachen Seite an Seite mit bislang fremden Mitschülern.
Ein großes Dankeschön geht in erster Linie an unsere engagierten Lehrkräfte: Frau Gardiner und Herr Zündel. Sie haben diese Studienfahrt mit viel Aufwand so einzigartig gestaltet, wodurch wir Schüler Wien auch auf unsere eigene Art erleben konnten und jeder diese niemals schlafende Stadt von unterschiedlichen Seiten kennengelernt hat.
Artikel von Lena Griesinger und Azra Tuban
